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Der Konzet Karle

 

 

Der Konzet Karle entstammte einer angesehenen Bürgerfamilie. Karles Vater war ein überaus fleißiger Mann. Er hatte immer neue Ideen und war im Fortschritt der Zeit vielen seiner Mitbürger voraus. Nur Sohn Karle schlug etwas aus der Art.

Bereits als Bub war er einer der Ersten, wenn es galt, die Kameraden zu “verhauen”: Bald darauf bekam er es mit der Polizei zu tun, und sie mit ihm.

Doch der Karle zog sich immer aus der Schlinge; wurde im Städtchen ein Streich geliefert, der Karle war dabei. Vor ihm war kein Fisch im Wasser sicher. Aus dem “Stillen Bach” holte er sie mit bloßen Händen heraus. Wenn man ihn fragte: “Karle, wie machst du das?” antwortete er: “Naliega, ins Wasser lange, d’Fisch am Bauch kitzle, zulanga, rausnemma!” War ihm ein neuer Streich gelungen, erzählte er alsbald seinen Kameraden offen davon, noch ehe die Polizei  Kenntnis davon erhalten hatte.

Was kümmerte es den Karle, wenn man ihn dann wieder für ein paar Tage einmauerte.

Es war nun einmal so seine Art, er meinte gelegentlich selbst, er könne nicht anders. Konnte er die Stadtpolizisten hinters Licht führen, freute man sich im Städtle, man hielt zum Karle. Man war ihm trotz seiner Streiche nicht böse; er gehört zu den Mitbürgern, die auch nach ihrem Tode im Volksmund in Erinnerung bleiben.