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Die Babett

 

 

 

Nicht vergessen werden darf die Babett Padent. Sie war eine stämmige, energische Frau, verheiratet und wohnte auf dem Kirchplatz. Ihr Gemahl hatte bei ihr  wohl nie etwas zu bestellen.

Wenn die Babett ihre kräftige Stimme erschallen ließ, hatte ihr Ehemann zu schweigen. Den Kaffee musste er sich am frühen morgen selber machen. Sie ging in ein Bauernhaus im “Doggenried”, und trank zumFrühstück anstatt Kaffee einen Humpen Most. Dann ging sie in den Stall, arbeitete, wo es Arbeit gab.

Acht bis zehn Liter Most pro Tag, das war für die Babett nicht zu viel und fast zum “Verdursten”. Im Winter hatte die Babett mit ihrem Mann, einem Tagelöhner, auf der Kirchentreppe und vor der Basilika den Schnee wegzuräumen. Wenn es auch 20 und mehr Grad unter Null waren, oder es während der Nacht tiefen Schnee geworfen hatte, die Babett war am frühen morgen zur Stelle, spuckte in die Hände und arbeitete wie ein Mann.

Kam ihr während der Arbeit jemand in die Quere, konnte es schon sein, dass sie ihn anschrie oder gar den Besen nach ihm warf: ”Wenn’s dir it g´fallt, noch bleibst drhoim!”. In der Anrede des Betreffenden war Babett nicht wählerisch. Ihre kräftige Stimme war selbst in der Basilika zu hören. Sie war fleißig, aber man musste sich ihr fügen.